Rollen und Genderkompetenz in der pädagogischen Praxis
99.7% aller Neugeborenen sind genetisch entweder weiblich (XX) oder männlich (XY). Circa 0.3% der neugeborenen Menschen haben eine abweichende Anzahl oder Struktur der Geschlechtschromosomen. Circa 0.2% der Babys kommen mit weiblichen und männlichen Geschlechtsteilen auf die Welt.
Sichtbar unterscheiden sich Mädchen und Jungen durch ihre Geschlechtsorgane. Sie unterscheiden sich auch in ihrem Verhalten. Wie gehen wir mit diesen Unterschieden um?
Was bedeuten die Unterschiede für unseren Betreuungsalltag?
Sind Rollenklichées Vorurteile oder Fakten?
Sollen/ können wir geschlechtsneutral betreuen und arbeiten?
Wie gelingt es, Kinder gleichberechtigt und gleichwertig zu behandeln und zu fördern?
Ziele
- Sie wissen, was die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen ausmachen
- Sie kennen die aktuellen wissenschaftlichen Erklärungsmuster
- Sie kennen Ansätze der gleichberechtigten Erziehung
- Sie kennen Hilfsmittel für eine gleichgestellte Förderung
- Sie erkennen diskriminierende Elemente im Alltag
- Sie können Mädchen und Jungen ihren Ressourcen entsprechend begleiten und fördern
Schwerpunkte
- Einführung in die Biologie von Mann und Frau
- Vor- und Nachteile einer geschlechtsspezifischen Erziehung
- Möglichkeiten und Grenzen der Gleichstellung
- Gleichstellung versus Gleichschaltung
- Besprechung von Fallbeispielen aus der Praxis
- Fragen zur Thematik aus Sicht der professionellen und persönlichen Praxis (Haltung, Vorurteile, Perspektiven…)
Eckdaten
Zielgruppe
Führungs- und Betreuungspersonen aus der familien-, schulergänzenden und stationären Betreuung und weitere Interessierte
Lernzeit
1 Kurstag à 8 Lektionen
Kursausweis
bke Kursbestätigung