Rollen- und Genderkompetenz in der pädagogischen Praxis
Schon kleine Kinder bekommen viele Botschaften darüber, wie ein «richtiges» Mädchen oder ein «richtiger» Junge zu sein hat – durch Spielzeug, Geschichten, Farben und aus dem, was Erwachsene loben oder übersehen. In der Betreuung begegnen uns diese Rollenbilder täglich: beim Basteln, beim Spielen, beim Trösten.
Doch wie gehen wir damit um? Sind Mädchen und Jungen wirklich so verschieden, wie wir oft annehmen? Und wie gelingt es, jedes Kind so zu begleiten, dass ihm möglichst viele Möglichkeiten offenstehen, unabhängig vom Geschlecht?
Dieser Kurs lädt dazu ein, den eigenen Betreuungsalltag mit offenem Blick zu betrachten. Sie lernen aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung kennen und reflektieren Ihre eigene Haltung. Sie entwickeln konkrete Ideen, wie Sie Kinder gleichwertig und ressourcenorientiert fördern können, um jedem Kind mehr individuellen Spielraum zu eröffnen.
Ziele
- Sie kennen aktuelle wissenschaftliche Erklärungsmuster zu Geschlecht und Geschlechterunterschieden.
- Sie reflektieren die eigene Prägung und Haltung gegenüber Rollenbildern.
- Sie erkennen stereotype und benachteiligende Botschaften im Betreuungsalltag.
- Sie kennen Ansätze und Hilfsmittel einer geschlechtergerechten Begleitung.
- Sie können Mädchen und Jungen ihren individuellen Ressourcen entsprechend fördern.
- Sie gewinnen Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen und Rückfragen.
Schwerpunkte
- Geschlecht und Gender: Was ist biologisch, was ist gelernt?
- Aktuelle Forschung: Wie verschieden sind Mädchen und Jungen wirklich?
- Die eigene Haltung und Prägung erkennen
- Stereotype und versteckte Botschaften im Alltag aufspüren
- Konkrete Ideen für eine geschlechtergerechte Förderung
- Umgang mit schwierigen Situationen – Fallbeispiele aus der Praxis
Eckdaten
Zielgruppe
Führungs- und Betreuungspersonen aus der familien-, schulergänzenden und stationären Betreuung und weitere Interessierte
Lernzeit
1 Kurstag à 8 Lektionen
Kursausweis
bke Kursbestätigung